Rieju Österreich Rieju Deutschland Rieju Ungarn Rieju Slowenien Rieju Tschechien Rieju Slowakei Rieju Rumänien home | site map | kontakt
  Mopeds   Motorräder   Hersteller   Händler   Tests   Kontakt

MENU

RIEJU Marathon 125 - Motoretta 129 06-2010

Tests
 
 
 
Herstellerinfo Rieju
 
Herstellerinfo Rieju
 


SAGENHAFT

DER NAME DER RIEJU MARATHON 125 LÄSST AUF EINEN LANGLÄUFER SCHLIEßEN. DOCH DIE SPANISCHE SUPERMOTO IST EHER EIN BIKE FÜR DIE KURZEN STRECKEN, UM FLOTT INS BÜRO, ZUR SCHULE ODER ZUR STRANDPARTY ZU KOMMEN.

Da haben die sportbegeisterten Spanier von Rieju eine absolut vollwertige 125er Supermoto auf die artgerechten 17-Zöller gestellt: Vorn und hinten rotieren typische Speichenräder mit griffigen Straßenpneus, zwei mächtige Bremsscheiben - vorn mit radialer Brachialzange versehen - kümmern sch um die Stopparbeit, und ein Doppelschleifenrahmen aus Stahl verbindet das Ganze äußerst verwindungssteif.

In schwindelnden 880 Millimeter Höhe ist der Treiber typisch eng um Lenker platziert - nur der Name gleicht dem Griff in die Tonne: Allein das harte und schmale Polster schließt Marathon-artige Einsätze aus - schmerzende Schwielen am Hintern wären die unangenehme Folge.

Richtig eingesetzt sorgt der spanische Feger hingegen für gute Laune unterm Jet- oder Endurohelm. Daran hat der echte 15 PS starke, mit Doppelnockentechnologie hochmoerne Vierventiler aus Yamaha-Produktion großen Anteil, mit dem der Floh herzhaft angasen kann. Zwar verlangt der Single nach längerer Unterstützung durch den manuellen Choke am linken Lenkerende, doch dann können Drehfreude und Durchzug begeistern - zumindest für 125er Niveau. Stilvoll untermalt von einem kernigen Auspuffsound, bläst der Marathon-Treiber zum Sturm auf sämtliche Autokolonnen und stockenden Stadtverkehr.

Dieser gelingt ihm dank des hervorragenden Fahrwerks locker. Die Marathon zeigt ein extrem direktes Fahrverhalten, mühelos folgt sie schon den leichtesten Richtungsvorgaben und setzt Lenkimpulse präzise und sehr neutral um. Könner
goutieren die langen Federwege und setzen die höchst wirksamen Stopper für mitunter beeindruckende Drifteinlagen ein. Weniger versierte Quertreiber freuen sich über die robuste Ausführung sämtlicher Bauteile, die auch weniger gelungene Versuche nicht
krumm nehmen - im wortwörtlichen Sinne. Klar, dass es ein solches Rennerle nicht zu Baumarktpreisen gibt, insofern sind die verlangten 3890 Euro durchaus gerechtfertigt.

TECHNISCHE DATEN
Motor: Flüssigkeitsgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, 4 Ventile, dohc
Gemischaufbereitung: Vergaser, Ø 30 mm
Bohrung x Hub: 52,0 x 58,6 mm
Hubraum: 125 ccm3
Leistung: 15 PS (11 kW) bei 8750/min
Drehmoment: 12 Nm bei 8500/min
Abgasreinigung: U-Kat, SLS (Euro 3)
Kraftübertragung: Sechsganggetriebe,Sekundärantrieb über O-Ring-Kette
Fahrwerk: Doppelschleifenrahmen, USD-Telegabel, Ø 37 mm, Stahl-Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein
Federweg vorn/hinten: 245/230 mm
Bremse vorn/hinten: je eine Scheibe, Ø 260 /220 mm
Bereifung vom/hinten: 100/80-17 / 130/70- 17
Räder: Speichenräder
Radstand/Sitzhöhe: 1395 mm/880 mm
Tankinhalt/Trockengewicht: 7,41/107 kg

Dopelter Spaßmacher: Der Yamaha-Single bringt die Power, der Schalldämpfer den passenden Sound, eine Stahlschwinge die Radführung.
 

© copyright 2007-2009 EnMoto.at