| TECHNISCHE DATEN |
| Motor |
Luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, ohc, 2 Ventile |
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Gemisch- aufbereitung |
Vergaser |
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Bohrung x Hub |
54,0x54,0 mm |
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| Hubraum |
125cm3 |
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| Leistung |
10,2 PS (7,5 kW) bei 7500/min |
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| Drehmoment |
10,ONm bei 6500/min |
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| Abgasreinigung |
U-Kat, Euro 2 |
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Kraft- übertragung |
Fünfganggetriebe,
Nasskupplung, Kette |
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| Fahrwerk |
Stahl-Schleifenrahmen, Telegabel, 0 36 mm, Zweiarmschwinge mit
Zentralfederbein hinten |
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Federweg vorn/hinten |
k A |
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Bremse vorn/hinten |
eine Scheibe, 0 260 mm
eine Scheibe, 0 200 mm |
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Bereifung vorn/hinten |
90/100-19
120/90-16 |
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| Räder |
Drahtspeichenräder |
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Radstand/
Sitzhöhe |
1305/790mm |
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Tankinhalt/
Trockengewicht |
5,81/107kg |
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Hat da jemand Yamahas vergessenes 250er Kleinmotorrad Tricker zu heiß gewaschen? Schließlich sieht das Ding vom prägnanten Einschleifenrahmen bis zum Rundscheinwerfer genau so aus, und außerdem steht noch Yamaha auf dem Motor. Doch dieses Ding stammt nicht aus Japan, sondern wird im nordspanischen Figueras bei Rieju zusammen gebaut. Der 125er-Motor ist ein waschechter Brasilianer aus dem dortigen Yamaha-Werk. Das Feuer und die Leidenschaft hat er nicht ganz nach Europa gerettet. Mit seiner gutmütigen Art und der gleichmäßigen Kraftentfaltung überfordert der Viertakt-Single niemanden, dafür werkelt er vergleichsweise leise und sehr kultiviert - vorausgesetzt, er hat die nach kalten Nächten trotz Choke am linken Lenkerende lange Warmlaufphase erfolgreich absolviert. Gestartet wird komfortabel elektrisch oder sportlich auf Kick, die Gangwechsel erfordern dagegen bisweilen einen kräftigen und wohl gezielten Tritt. Unangenehm fällt die stinkende Auspuffschleppe auf, die sich vorzugsweise im Rucksack sammelt und dessen Träger sofort als Zweiradfahrer outet.
Mit dem nur 5,8 Liter fassende Mini-Tank sind keine weiten Sprünge drin, und auch die eher schmale und kurze Sitzbank macht deutlich, dass die Tango als Spaß- und Spielgerät für Kurzstrecken und nicht als Reisedampfer gedacht ist. Fast supermotomäßig hockt der Fahrer mit aufrechtem Oberkörper auf der Bank, doch die Rasten sind recht hoch angebracht und bescheren unnötig enge Kniewinkel.
Nichtsdestotrotz fällt die Bewegungsfreiheit ziemlich groß aus hinterm breiten, halbhoch montierten Lenker. Damit lässt sich die handliche Partnerin prima übers Parkett dirigieren, notfalls tanzt sie auch über unbefestigtes Terrain. Die dicken Bridgestone-Grobstoller auf den Excel-Felgen stellen in diesem Falle die benötigte Traktion bereit, das große 19-Zoll-Vorderrad sorgt für gute Führung. Außerdem lassen sich die knapp 110 Kilogramm Kampfgewicht auch von Ungeübten im Gelände problemlos beherrschen - respektive auch mal aufheben.
Zurück auf den Teerstraßen macht sich dann die etwas stuckerig agierende Paioli-Gabel bemerkbar, die zudem noch zu lasch gedämpft ist. Das spürt man spätestens, wenn die recht zahnlose radial angeschlagene AJP-Doppelkolbenzange die 260er Scheibe sanft in die Mangel nimmt und die Gabel dennoch mächtig tief eintaucht. Im Gegensatz dazu kommt die Hinterhand nach dem Einfedern nicht mehr richtig hoch, klarer Fall: Die Zugstufe ist zu straff. Im hemmungslosen Alltagseinsatz über Bürgersteige und Treppenstufen der City macht das jedoch kaum etwas aus.
Endlich am Cafe angekommen, lohnt ein Daumendruck auf den Wahlknopf am linken Lenker: Auf Wunsch spuckt das Leonelli-Multi-lnstrument Triplänge, -dauer und Durchschnittsgeschwindigkeit aus. Während der Fahrt zeigt es die Drehzahl als Balkendiagramm oder als mitlaufende Zahl an - das schindet Eindruck! Beim Abstellen sollte man daran denken, unbedingt den unzugänglichen Benzinhahn zu schließen. Schließlich möchte niemand gern auf die Inkontinenz seines Motorrades angesprochen werden.
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